« Newsübersicht Autor: Harald | 23. November 2021, 11:36
Rückblick und Vorschau unseres Trainers Peter Jakubec

Vor dem Spiel gegen Austria Lustenau ist die Fuehrung auf mich zugekommen, ob ich die sportliche Verantwortung für die Erste Kampfmannschaft uebernehmen moechte. Ich habe die Mannschaft viel zu wenig gekannt um sofort eine Entscheidung treffen zu können und so habe ich das Spiel in Lustenau genutzt, um mir ein Bild über die Jungs machen zu können. Es war offensichtlich, dass die Spieler sehr bemüht waren, dass Qualität vorhanden war, aber irgendwo das Selbstvertrauen und Selbstverständnis fehlte. Es war auch wenig verwunderlich für mich, weil viele gute Spieler (Alibabic, Beer, Demir, Gomez, Nagel, Gridling,…) den Verein verlassen hatten und welche (Kalkan, Smoljanovic) sogar während der Meisterschaft von Bord gingen. Die Erfolge haben dann mehr oder weniger gefehlt und ein Trainerwechsel zählt für eine Mannschaft auch nicht zum Tagesgeschäft.

Nach der Zusage, ging es in erster Linie darum, sich gegenseitig schnellstmöglich kennenzulernen.  

Ich wollte das Team nicht mit Informationen, Veränderungen, Vorgaben,… überfordern und so ging es mit der fast identen Aufstellung wie in Lustenau an den Start. Der Start ging gleich mal schief und das Spiel war wahrscheinlich symptomatisch für den bisherigen Meisterschaftsverlauf. Das klar bessere Team, aber eben verloren. Und trotzdem hat das Spiel wichtige Inputs geliefert und wir änderten vor dem Spiel gegen Hella DSV dann doch elementares. Das Spiel gegen Hella wurde gewonnen und war der erhoffte Gamechanger. Der spätere Sieg gegen den selbsternannten Ligafavoriten Vfb Hohenems zeigte uns, welche Qualitäten unser Team hat und mit welcher Art Fussball wir uns definieren wollen.

Wir haben, nach dem Spiel in Röthis, kein Spieler mehr verloren, hätten 6 Punkte (unnötige Remis gg. Admira, Rotenberg und Rankweil) mehr machen müssen. Sind im VFV-Cup nach dem Sieg in Göfis eine Runde weiter und wollen auch in der nächsten Runde in Bregenz weiterkommen.

Aber wir wissen auch um unsere Schwächen. Wir können nicht immer auf Tore unseres 18jährigen Pasci Dietrich hoffen, obwohl er sehr stabil in seinen Leistungen war. Oder auf Tore aus Standardsituationen hoffen, weil wir mit Kloser, Kobleder und Fleisch drei Spezialisten haben. Wir sind damit zu berechenbar und müssen für mehr Torgefährlichkeit durch Tiefenläufe aus dem Mittelfeld sorgen. Wir brauchen Qualität im offensiven 1-1 im letzten Spieldrittel.

Mit Maurice Mathis und Elvis Alibabic konnten wir zwei Offensivspieler an den Verein binden, die uns mit ihrer Qualität sofort weiterhelfen und den Unterschied ausmachen können. Der Konkurrenzkampf wird in der Offensive angeheizt und davon kann die Mannschaft auf jeden Fall profitieren. Der Kader soll aber nicht aufgebläht werden, sondern unsere jungen Spieler sollen weiterhin die Möglichkeit auf Spielzeiten erhalten.

Es ist für unsere jungen Spieler einfacher, sich in einer funktionierenden Mannschaft zu entwickeln, als in einem Team, welches Probleme mit sich selber hat. Denn wenn junge Spieler Verantwortung tragen müssen, für die sie noch gar nicht reif genug sind, können diese Spieler unter der Last auch mal erdrückt werden. Jungen Spielern sollen normale Leistungsschwankungen und auch mal Spielpausen zugestanden werden.

Die Zeit im Winter werden wir nicht ungenutzt verstreichen lassen. Wir sollten bei den ersten gemeinsamen Trainings im Jänner 2022 auf einem höheren Fitnesslevel sein. Die Spieler kennen den Plan. Ich habe hier immer auch auf die Eigenverantwortung der Spieler gesetzt.  Auch Teamsitzungen und Teambuilding werden Schwerpunkte in der Vorbereitung sein. Das Team wird in Umfang und Intensität gefordert sein, denn die Ziele für das Frühjahr sind klar ausgesprochen.

Peter Jakubec, Trainer

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